Trauermusik – von klassisch bis modern

Trauermusik umrahmt die Trauerfeierlichkeiten oder den Abschied an der Grabstelle auf besonders emotionale Weise und spricht uns aus der Seele. Zudem spendet sie Trost und gibt den Trauernden Zeit, dem Verstorbenen zu gedenken und Abschied zu nehmen.

Dabei bleibt es ganz den Angehörigen überlassen, ob die musikalische Begleitung über die Anlage des Bestatters abgespielt oder ein Musiker wie ein Organist, Cellist oder Sänger engagiert wird. Selbstverständlich können auch die Trauergäste gemeinsam ein Lied anstimmen, ein guter Freund beispielsweise Gitarre spielen oder der Musikverein ein Stück als letzte Ehre vortragen.

Die Wahl der Trauermusik

Bei der Trauermusik gibt es keine Vorgaben. Alles ist möglich. Von religiösen Titeln wie „So nimm denn meine Hände“ und klassischen Klängen wie Mozarts „Requiem“ bis hin zu internationalen Songs wie Elton Johns „Candle in the Wind“ und deutschen Liedern wie Unheiligs „Geboren um zu leben“. Bei dieser Vielfalt fällt die Entscheidung nicht leicht, vor allem, wenn die Hinterbliebenen einen unterschiedlichen Musikgeschmack haben. Deshalb ist es sinnvoll zu überlegen, welche Lieder oder Interpreten der Verstorbene gerne hörte und welche Trauermusik überhaupt zu seiner Persönlichkeit passt. Vielleicht hat der Verstorbene sogar zu Lebzeiten eine Musikauswahl im Rahmen einer Bestattungsvorsorge getroffen?

Wie viele Lieder werden auf einer Trauerfeier gespielt?

Um festzulegen, wie viele Lieder auf einer Trauerfeier gespielt werden, sollte immer die gewünschte Gesamtlänge der Trauerfeier und ein stimmiges Verhältnis von Musikdarbietung und Trauerrede im Blick behalten werden. Bewährt haben sich meist drei bis vier Titel. Das erste Stück wird dabei häufig gleich zu Beginn beim Einzug der Trauergemeinde gespielt, oder sobald alle Platz genommen haben.

Wer sich dennoch unsicher ist, kann sich einfach an seinen Bestatter wenden und sich in allen Fragen zur Trauermusik beraten lassen.

Autorin:
Ramona Peglow

Bild:
pixabay.com/Ri_Ya

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